Wettbewerb: 1. Preis 2017
Bauherr: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg - schlesische Oberlausitz
Ort: Berlin Charlottenburg
Freianlagen: plandrei Landschaftsarchitektur
Fertigstellung: 11/2024
Fotos: Constantin Meyer
Das neue Amt für kirchliche Dienste (AKD) in Berlin-Charlottenburg ergänzt das denkmalgeschützte Ensemble am Karl-August-Platz mit einem zeitgenössischen Verwaltungsbau. Der Neubau übernimmt den Fußabdruck des zurückgebauten Vorgängergebäudes und führt die offene Bau- und Raumstruktur des Bestands präzise weiter.
Die Architektur entwickelt die prägenden Gestaltungsprinzipien des Ensembles weiter, ohne sie zu imitieren. Proportionen, Fassadengliederung und die differenzierte Anbindung an die Nachbargebäude schaffen einen eigenständigen, zugleich selbstverständlich eingebundenen Baustein im historischen Kontext.
Städtebaulich vermittelt der Neubau zwischen der offenen Nachkriegsmoderne des Ensembles und der geschlossenen Berliner Gründerzeitbebauung. Die Traufhöhe des Blockrands wird aufgenommen und durch ein Staffelgeschoss weitergeführt. So entsteht an der Ecke Goethestraße und Krumme Straße ein klar gesetzter Hochpunkt, der den Eingangsbereich markiert und dem Ensemble eine prägnante Adresse verleiht.
Der Entwurf versteht das Bauen im denkmalgeschützten Kontext als präzises Weiterbauen an vorhandenen räumlichen, typologischen und konstruktiven Qualitäten. Der Neubau stärkt die architektonische Identität des Nachkriegsensembles, schärft seine städtebauliche Figur und entwickelt es für heutige und zukünftige Anforderungen weiter. So verbindet das Projekt Bestandspflege, zeitgenössische Architektur und Baukultur zu einer langfristig tragfähigen Weiterentwicklung des Ortes.