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Wettbewerb: 1. Preis, 2015
Auszeichnungen: Holzbaupreis Niedersachsen, Engere Wahl 2020; Deutscher Lichtdesignpreis 2021
Bauherr: Zoo Hannover gGmbH
Ort: Hannover, Niedersachsen
Freianlagen: nsp landschaftsarchitekten
Fertigstellung: 07/2019
Fotos: Olaf MahlstedtMit der Neugestaltung des Entrees zum Erlebnis-Zoo Hannover entsteht die Chance, den Auftritt des Zoos im städtischen Umfeld seiner Bedeutung entsprechend aufzuwerten. Architektur, Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung werden zu einem zusammenhängenden Eingangsbereich entwickelt, der die Besucher empfängt, Orientierung schafft und vielfältige Aufenthaltsangebote bietet. Zugleich entsteht ein prägnantes Besucherzentrum als neuer Baustein der touristischen Infrastruktur Hannovers.
Das neue Eingangsgebäude setzt sich aus zwei eingeschossigen Baukörpern zusammen, die auf der Eingangsseite durch eine überhöhte, schräg gestellte Dachfigur verbunden werden. Die V-förmig aufgespreizte Gebäudeskulptur öffnet sich zum neu gestalteten Vorplatz und bildet eine einladende, weithin sichtbare Geste. Zugleich orientiert sich der Bau gleichwertig zur Parkplatzanlage, zur Stadtbahn-Endhaltestelle und zum Kreuzungsbereich Adenauerallee/Fritz-Behrens-Allee und verankert den Zoo deutlich im Stadtraum.
Holz prägt Materialität und Atmosphäre des Neubaus. Vertikale Lamellen aus Douglasienholz überziehen Fassaden und Dachbereiche und werden bis in die Innenräume weitergeführt. Die warme Holzfassade fasst den Baukörper zu einer homogenen Figur zusammen und stellt einen natürlichen Bezug zum Zoo und zum vorhandenen Baumbestand her.
Die Besucherführung entwickelt sich unmittelbar aus der Baufigur. Kassen- und Servicebereich liegen im Mittelpunkt der Dachlandschaft und leiten in den offenen Verteilerhof über. Dachfigur, Holzhaut und die räumliche Öffnung zum Platz formen eine prägnante Schwelle zwischen Stadt und Zoo – einen identitätsstiftenden Ort des Ankommens und des Übergangs in die Landschaft des Zoos.