Wettbewerb: 1. Preis, 2023
Bauherr: Stadt Göttingen
Ort: Göttingen, Niedersachsen
Freianlagen: GTL Landschaftsarchitektur
Visualisierung: RenderAtelier
Das neue Nahversorgungszentrum fügt sich ruhig und sensibel in die vorhandene städtebauliche Situation an der Kiesseestraße ein. In seiner Typologie nimmt der Neubau die Satteldachfiguren der ortstypischen Bestandsbebauung auf und entwickelt sie zu einem offenen, rhythmisch gegliederten und durchgrünten Stadtbaustein weiter. Mit seiner dreigeschossigen Höhenentwicklung vermittelt das Gebäude zwischen den unterschiedlichen Maßstäben der umgebenden Bebauung.
Zwei versetzt zueinander angeordnete Baukörper gliedern den Stadtraum und fassen am Knick der Karl-Methe-Straße eine großzügige Mitte als neuen Quartiersplatz. Zur Methe-Straße treten die Gebäude deutlich zurück und schaffen einen wohltuenden Abstand zur angrenzenden Wohnbebauung. Entlang der erdgeschossigen Ladenzone entsteht zugleich ein breiter, einladender Flanierbereich für Fußgänger und Radfahrer.
Zur Kiesseestraße erhält das Bauensemble eine klare Adresse mit einem kleinen Vorplatz unter dem bestehenden Schwarzkiefern-Baumbestand. Die geradlinige, dreigeschossige Holzarchitektur verleiht dem Neubau eine warme und eigenständige Materialität und stärkt seinen Bezug zum durchgrünten Umfeld. Das Nahversorgungszentrum verbindet Versorgung, Aufenthalt und Freiraum zu einem gut ablesbaren Quartiersbaustein und gibt dem Ort eine neue, identitätsstiftende Mitte.