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Auszeichnungen (für Innauer Matt) u.a.: Deutscher Architekturpreis 2023
Bauherr: Universität Kassel
Ort: Kassel, Hessen
Leistung: LP 6-8 für Innauer Matt Architekten
Fertigstellung: 2021
Fotos: Nicolas WefersMit der neuen Ausstellungshalle erhält die Kunsthochschule Kassel einen weiteren prägnanten Baustein innerhalb der vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft der documenta-Stadt. Die Hochschule liegt am Rand der barocken Karlsaue in einem denkmalgeschützten Gebäude von Paul Friedrich Posenenske aus dem Jahr 1962. Der Neubau wird in den Innenhof des Bestands eingefügt und greift damit einen Ort auf, den Posenenske selbst bereits für eine mögliche Erweiterung vorgesehen hatte.
Die rund 450 m² große Halle dient als studentisches Ausstellungslabor, als Ort für Präsentationen und Veranstaltungen sowie für die Herstellung großformatiger Kunstwerke. Als Kulturbau und Sonderbau verbindet sie flexible Nutzungsmöglichkeiten mit einer klaren, zurückhaltenden architektonischen Haltung.
Prägend für den Innenraum ist das besondere Tageslichtkonzept. 864 eigens für das Projekt entwickelte, gewölbte Glaselemente sind umlaufend im oberen Wandbereich angeordnet und bringen gleichmäßiges, diffuses Licht in die Ausstellungshalle. Zugleich verleihen die Lichtlinsen dem Neubau eine grafische und unverwechselbare Identität.
Der Neubau tritt nicht in Konkurrenz zum denkmalgeschützten Bestand, sondern ergänzt ihn mit einer eigenen, ruhigen Präsenz. Im Zusammenspiel von Licht, Raum und Kunst entsteht ein besonderer Ort, der die Geschichte des Ensembles weiterführt und zugleich offen für neue Formen des Arbeitens, Ausstellens und Experimentierens bleibt.