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Wettbewerb: 3. Preis 2009 (Sieger nach Überarbeitung)
Auszeichnungen u.a.: Auszeichnung Vorbildliche Bauten NRW 2015, Stiftungspreis „Lebendige Stadt“ 2015
Bauherr: WWG Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter
Ort: Königswinter, Nordrhein-Westfalen
Freianlagen: plandrei Landschaftsarchitekten
Fertigstellung: 06/2013
Auszeichnungen: Auszeichnung Vorbildliche Bauten des Landes Nordrhein-Westfalen 2015
Fotos: Dirk Krüll, Lukas RothZiel des freiraumplanerischen und architektonischen Entwurfs ist es, Landschaft, Gebäudebestand und gastronomische Nutzung zu einer ruhigen gestalterischen Einheit zu verbinden. Die besondere Topografie und die weiten Ausblicke über Rheintal und Siebengebirge bilden dabei den Ausgangspunkt für die Neuordnung des touristisch und kulturhistorisch bedeutenden Drachenplateaus.
Mit dem Abbruch des Restaurantbaus aus den 1970er Jahren entstand eine zusammenhängende Plateaufläche, die die zuvor getrennten Terrassen miteinander verbindet. Eine großzügige Sitzstufenanlage vermittelt zwischen Ankunftsebene und Terrasse und schafft einen öffentlichen, gastronomieunabhängigen Aufenthaltsort mit Blick auf das Rheintal und die Drachenfelsruine. Die Freiraumplanung stärkt damit zugleich die touristische Infrastruktur und die Aufenthaltsqualität des Plateaus.
Den architektonischen Mittelpunkt bildet ein zweigeschossiger Restaurantbau aus Glas und hellem Architekturbeton. Seine Ausrichtung und Proportion entwickeln sich aus dem denkmalgeschützten Hotelbau der 1930er Jahre, ohne diesen zu imitieren. Zwei weitere Geschosse werden in das ansteigende Gelände integriert, sodass das oberirdisch sichtbare Bauvolumen bewusst klein bleibt.
Die reduzierte Baufigur stärkt die Hierarchie des historischen Ortes und hält die Landschaft als prägendes Element im Vordergrund. Eine Kolonnade bildet den östlichen Abschluss des Plateaus und nimmt zugleich die neue Bergstation der historischen Zahnradbahn auf. So entsteht ein zurückhaltendes Ensemble, das den besonderen Ort nicht überformt, sondern seine Landschaft, Geschichte und Weite neu erlebbar macht.